"Ich wollte schon immer mal ein Buch schreiben. Denn ich habe eine echt tolle Idee. Aber ich komme einfach nicht dazu."
Hast Du das auch schon einmal gedacht oder jemandem gesagt?
Verschlingst Du Bücher wie andere Menschen Schokolade?
Liebst Du es, Briefe, E-Mails oder Blogs zu schreiben?
Dann bist Du wahrscheinlich ein Schreiberling. Du trägst eine Geschichte mit Dir herum, die Du zu Papier bringen musst damit Deine Seele Frieden findet. Möge Gott Dir helfen. Liebst Du es, Briefe, E-Mails oder Blogs zu schreiben?
Bis Gott auftaucht, wendest Du Dich am besten an eine Selbsthilfegruppe aus anderen Schreiberlingen. Eine der größten und bekanntesten Schreiberling-Selbsthilfegruppen lautet NaNoWriMo.
In diesem Projekt organisieren sich Menschen auf der ganzen Welt jeden November mit einem einzigen Ziel: Einen Roman von 50 000 Wörtern zu schreiben. Letztes Jahr war auch ich ein Teil dieses Wahnsinns. Ich aß weniger, schlief noch weniger, ging nicht mehr ans Telefon. Aber am Ende hatte ich ein 50 080 Wörter starkes Draft meines ersten Romans Remember September.
Auch dieses Jahr bin ich wieder dabei. Mein NaNo-Roman 2011 heißt Sarlon und ist dem High Fantasy zuzuordnen.
In diesem Blog werde ich Euch Auszüge aus meinen Werken zeigen, meine Meinung und Gedanken zum Schreiben im allgemeinen und NaNoWriMo im Speziellen erzählen. Willkommen auf der Winter-Seite!

Nachdem ich deine Geschichte gelesen und mich ein wenig über das NaNoWriMo informiert habe, keimt in mir der Gedanke, mich nächstes Jahr auch einmal zu beteiligen. :)
AntwortenLöschenIch habe unzählige Ideen und schon oft Geschichten geschrieben, jedoch habe ich nur wenige davon zu einem Ende gebracht. Meistens war ich mit der Formulierung, der Handlung oder anderen Dingen nicht zufrieden, bis ich es irgendwann aufgegeben habe. Was mich bis heute eigentlich ärgert.
Kann man dort einfach so mitmachen, oder gibt es irgendwelche Voraussetzungen?
Fällt es leicht, ganze 50.000 Wörter in so kurzer Zeit niederzuschreiben, oder hattest du auch mal Blockaden?
Alles Liebe von einer neugierigen Anfängerin :)
Hallo schwarzchaos!
AntwortenLöschenEs freut mich zu lesen, dass Du auch an NaNoWriMo Interesse hast. Die Welt kann nie genug gute Bücher haben und dass die Feder mächtiger als das Schwert ist, gilt heute mehr denn je.
Dass Du gute Ideen hast und auch versucht hast, zu Papier zu bringen, zeigt, dass in Dir ein Schreiberling keimt. Dass Du sie meistens nicht zu Ende gebracht hast, zeigt, dass in Dir auch ein Lektor lauert. Was auch nicht schlecht ist. Das Geheimnis liegt darin, die beiden voneinander fern zu halten.
Darin liegt das Geheimnis von NaNoWriMo begründet. Man lässt einen Monat lang nur den inneren Schriftsteller ans Ruder und den inneren Lektor nicht. Das bedeutet, dass Du einen Monat lang Deine Selbstkritik zurückfahren musst, Rechtschreibfehler links liegen lässt und nie mehr als einen Satz löschen darfst. Denn das alles erstickt die Kreativität, entmutigt den inneren Schriftsteller und begünstigt das Aufgeben. Unter diesen Umständen ist NaNoWriMo nicht zu schaffen. Korrekturen müssen warten bis der November vorbei ist. Dann aber hat man zumindest ein erstes Rough Draft, mit dem man arbeiten kann.
Ich müsste trotzdem lügen, wenn ich Dir sagen würde, es fiele einem leicht, 50 000 Wörter in einem Monat zu schreiben. Erst einmal klingen 1667 Wörter pro Tag nicht so wahnsinnig viel, und es ist tatsächlich machbar. Ein Paperback-Roman hat ca. 280 Wörter pro Seite, also schreibt man um die 6 Seiten am Tag. Das dauert seine Zeit, und die muss man sich konsequent nehmen.
Da kommt man ohne Blockaden fast nicht aus. Wenn Du Dir meine Fortschrittsgraphik ansiehst, dann erkennst Du, dass ich die erste Woche gut durchgehalten, aber in der zweiten Woche ganz schön geschwächelt habe. Dienstags konnte ich gar nicht schreiben, weil ich immer erst sehr spät nach hause kam und an ein paar Tagen ist mir wirklich gar nichts eingefallen. Diese Tage muss man an anderen wieder aufholen. Das ist anstrengend, macht aber auch Spaß. Wer auch immer NaNoWriMo erfolgreich abgeschlossen hat, verdient meinen größten Respekt.
Dass der Monat keine reine Spaß-Veranstaltung sein muss, zeigen zahlreiche Bestseller, die der NaNoWriMo hervor gebracht hat, zuletzt Sara Gruens "Wasser für die Elefanten".
Also, sieh Dir den NaNoWriMo genau an, und wenn Du dich entschließen solltest, mitzumachen, schick mir eine Freundschaftsanfrage. Ich sehe dann zwischendurch auf Deinem Profil vorbei und bestaune Deinen Fortschritt.