Sonntag, 2. Dezember 2012

Geschafft! 50068 Wörter!

Es ist vollbracht! Vor dem letzten Wochenende hatte ich noch über 8000 Wörter Rückstand auf Soll, so dass ich echt zweifeln musste, ob ich NaNoWriMo dieses Jahr erfolgreich beenden könnte.
Aber ein durchgepowertes Wochenende und etwas weniger Selbstkritik und plötzlich war das Zeil wieder in Reichweite.

Schließlich beendete ich die letzte Szene (einen epischen Endkampf) fast schulmäßig zum Endspurt-Treffen im Kreise meiner Hamburger NaNo-Gruppen, den NaNoaten. Es blieben sogar noch vier Stunden Zeit bis Mitternacht. Dreieinhalb Stunden mehr als letztes Jahr.

 Das Wochenende nach dem November muss ich erst einmal ausruhen, viel Schlaf nachholen und mich um meine vernachlässigte Freundin kümmern. Danach werden wir sehen...

Freitag, 9. November 2012

Der verflixte siebte Tag

Ich bin in diesen, meinen 4. NaNoWriMo besser vorbereitet gegangen als je zuvor.
Die erste Woche verlief wie erhofft. Ich war jeden Tag über dem Soll, statt wie sonst dem Ziel hinterher zu hecheln. Ich habe mich mehrfach mit Gleichgesinnten getroffen und gemeinsam geschrieben. Es war großartig!

Dann kam der siebte Tag.
Ich wurde langsamer.
Ich fing an zu zweifeln.
Ich begann, Zeilen zu überarbeiten und zu löschen. Was genau das ist, was man im NaNo nicht tun sollte. Ich war kurz davor, aufzugeben und zum ersten Mal unter par zu bleiben. Aber wenn ich das erst einmal getan hatte, würde es wir beim nächsten Mal nur leicher fallen, aufzugeben. Nein. So nicht.

Ich biss die Zähne zusammen und schrieb weiter bis ich mein Ziel erreicht hatte. Es war nicht so leicht und locker wie vorher. Und hat auch nicht so viel Spaß gemacht. Auch das Ergebnis wird sicher nicht so stark sein, wie das der anderen Tage.

Und doch war das mein bester Tag.
Warum?
Es ist leicht, Erfolg zu haben, wenn die Dinge gut laufen. Wenn man einen guten Tag hat und die Unterstützung seiner Freunde. Wenn man genau weiß, wo es lang geht.
Aber wer wirklich etwas erreichen will, muss auch an den Tagen weiterkommen, an denen nichts zu laufen scheint. Wenn man schon einen harten und frustrierenden Tag in den Knochen hat. Wenn man ganz allein ist und die Selbstzweifel an einem nagen. Wer das alles überwindet und trotzdem schreibt, ist ein wahrer Gewinner.

Sonntag, 28. Oktober 2012

Finding Fenja - Mit Struktur

Ein Buch, das frischt entsteht, ist wie ein Teenager: launisch, teilweise unerträglich, aber man liebt es trotzdem. Und wie alle Teenager braucht es Struktur.

Ich strukturiere wie folgt:
Man notiere Kapitel und Szenen auf Karteikarten, mit Titel und Zusammenfassung. Die Karten hänge man an eine Pinnwand und ergänze und arrangiere sie, bis man die Handlung zusammen hat. Natürlich ist es 2012 und nicht mehr 1951, so dass das alles am Computer geschieht.

Hier seht Ihr den Stand für meinen diesjährigen NaNoWriMo Roman, Finding Fenja:
Immerhin sieht die elektronische Pinnwand noch aus wie Kork.

Ach ja, und bevor Ihr Euch wundert, ich habe alle Kapitel ausformuliert. Ab Die Falle würden nur die Spoiler losgehen. Sie habe ich deswegen für diesen Screenshot ausradiert.

Natürlich kann es gut passieren, dass ich mitten in der Umsetzung die Struktur aufbreche. Das ist das Wunderbare an Kreativität. Aber ich kenne lieber die Regeln, die ich breche, sehe lieber die Linien, die ich übertrete, als blind zu fahren.
Wenn die Struktur das Skelett des Teenagers ist, dann sind die Charaktere das Fleisch an seinen Knochen. Nur beides zusammen ergibt die rotznäsige Person, die uns im November an den Rande der Verzweiflung bringen wird. Wie ich meine Charaktere zu Papier bringe, erfahrt Ihr im nächsten Blogpost.

NaNo is Coming

Und noch bevor ichs mich versah, hat sich der NaNoWriMo 2012 angeschlichen.

Wer nicht weiß, was der National Novel Writing Month ist, dabei handelt es sich um eine weltweite Gemeinschaft von Hobby-Schreibern, die sich einmal im Jahr zusammenraufen und einander dabei helfen, dass jedes Mitglied einen Roman von 50 000 Wörtern schreibt. Und zwar jeden November. Wer's ausführlicher mag, dem sei an dieser Stelle auf meinen ersten Eintrag zu diesem Thema verwiesen.

Wie viele andere Mitglieder der aktiven Hamburger Schreibszene, bin ich natürlich dieses Jahr wieder mit von der Partie. Ideen hatte ich so einige, sogar eine Liebesgeschichte war dabei. Schließlich habe ich mich aber entschlossen, den zweiten Teil der Geschichte Anton Laskers zu erzählen, meines NaNoWriMo-Romans 2010, Remember September. Hier ist der Umschlagtext:

Was wäre, wenn du morgens nicht als der aufwachst, als der du gestern Abend eingeschlafen bist?

Anton Lasker – einsam, anspruchslos und ironisch – führt ein ganz gewöhnliches Leben. Seine Tage verlaufen friedlich, wenn auch ein wenig vorhersehbar, bis er eines Morgens nicht mehr in dem Leben aufwacht, an das er sich erinnert. Zunächst scheint sein Tag den gleichen eingespielten Ablauf zu nehmen wie jeder andere auch. Doch schon bald fallen Anton kleine Veränderungen auf.
Anfangs hält er sich für zerstreut, aber die Anzeichen verdichten sich, dass sich in der letzten Nacht Antons Leben verändert hat. Nur niemand außer ihm nimmt diese Veränderungen wahr. Verzweifelt versucht er, sein vertrautes Leben wieder herzustellen. 
Immer rascher beginnt sich Antons Alltag aufzulösen, während er in Ereignisse hereingezogen wird, die er nicht ergründen kann. Da sucht ihn die mysteriöse Fenja auf, die behauptet zu wissen, was mit ihm geschehen ist.

Das Buch endet damit, dass Fenja verschwindet gerade als Anton sie am meisten braucht.

Dieses Jahr geht's weiter, in der Fortsetzung Finding Fenja.