Mittwoch, 13. November 2013

NaNoWriMo 2013: Ein Herz für Kurzgeschichten

Dieses Jahr gebe ich endlich den zahlreichen Ideen eine Chance, die sich nicht gut für Romane eignen würden, aber aus denen man gut Kurzgeschichten machen könnte. 8-10 Ideen haben sich im Laufe des Jahres hier angesammelt und nach einer kurzen Befragung meiner Mitschreiberlinge haben sich fünf Ideen heraus kristallisiert, die ich versuchen werde, diesen November umzusetzen. Es ist eine bunte Mischung von Genres. Sogar mein erstes Fan Fiction ist darunter, sowie eine Geschichte auf englisch. Der Arbeitstitel dieser Sammlung lautet AMALGAMATION.


Spieglein, Spieglein
(Krimi / Fantasy)
Als ein magischer Spiegel Zeuge des Mordes an der Frau wird, die er liebt, sinnt er auf Rache. Nur, was kann ein lebloser Spiegel gegen Menschen ausrichten?

The Philosopher's Shard
(Fan Fiction, Englisch)
It is a tense time for magical Britain, as the murderer Sirius Black has escaped Askaban prison. It is during this time that four exchange students from Germany spend the school year at Hogwarts. Inadvertently, they are involved in a plot by the dark Lord to recover a piece of the Philosopher's Stone that broke off and was previously thought lost in the Forbidden Forest around Hogwarts Castle.

Der alte Mann und der kleine Neger
(Mainstream Fiction)
Einem im Sterben liegendem alten Mann erscheint nachts die Gestalt eines kleinen Jungen aus seiner Vergangenheit, für dessen Tod er verantwortlich ist. Der Junge teilt ihm mit, dass die Seele des alten Mannes verdammt ist, ewig in der Hölle zu schmoren, wofür es nur einen Ausweg gibt.

Die unerkannten Freunde
(Mystery)
Als Noahs Eltern sich trennen, versucht seine Mutter mit ihm in einer neuen Stadt einen Neuanfang. Doch die Hänseleien seiner Mitschüler setzen dem introvertierten Jungen sehr zu. Da passieren seltsame Unfälle in der Nachbarschaft, deren Opfer ausgerechnet die Kinder zu sein scheinen, die Noah gehänselt haben.

Splice
(Science Fiction)
Ein Wissenschaftler hat eine revolutionäre Maschine entwickelt, mit der sich der genetische Code von Menschen neu schreiben lässt. Sein Labor wird von Eltern belagert, die Hilfe für ihre Kinder suchen, die von Geburt an behindert sind. Der Wissenschaftler weigert sich sie zu behandeln, bis sämtliche Tests abgeschlossen sind. Hinter seinem Rücken setzt die Assistentin die Maschine ein, um dringend benötigte Gelder für das Labor zu beschaffen. Aber das Verfahren hat unerwartete Nebenwirkungen.

Dienstag, 5. November 2013

Unfassbares im NaNoWriMo 2013

Und natürlich sind wir wieder beim diesjährigen NaNoWriMo mit von der Partie.
Unfassbar: es sind bereits 5 Tage ins Land gegangen und ich bin immer noch über Soll.
Auszug aus meiner persönlichen Trackingdatei. Mit Piratenmotiv. *Yarr!*

Sonntag, 10. Februar 2013

Die Choreographie einer Szene

Bei der Organisation eines Romans konzentriere ich mich auf Motiv, Handlung und Charaktere.
Die bereite im Vorfeld vor, z.B. durch Erstellung einer Plotübersicht à la J.K. Rowling und Character Sheets, welche man fortwährend mal liebevoll, mal fluchend pflegt.
Bei den Locations vernachlässige ich hingegen die Vorbereitung. Hier verlasse ich mich auf mein Vorstellungsvermögen und passe auf Anregung meiner Betaleser den Beschreibungsgrad der Umgebung später an. Meist fahre ich ganz gut damit.

Beim NaNoWriMo 2012 stieß ich damit zum ersten Mal an meine Grenzen. Und zwar bei folgender Szene:

Der Protagonist Anton wacht mitten in der Nacht auf und muss feststellen, dass er in einer für ihn fast unbekannten Wohnung eingeschlossen ist, während Pajonk, sein Gegenspieler, mehrfach Brandsätze hinein schleudert. Anton flieht von Raum zu Raum, auf der Suche nach einem Ausweg, während die Brandherde zunehmen und es wegen der Rauchentwicklung immer schwerer wird zu atmen.
Eine verdammt unangenehme Situation, die sehr schnell sehr unübersichtlich wird. Nicht nur für Anton, sondern auch für mich.
Denn nicht nur musste ich plötzlich wissen, wie genau die Wohnung aufgebaut ist (z.B. in welchen Räumen sich wie viele Fenster befinden), sondern da Anton und Pajonk ein sehr dynamisches Katz und Maus Spiel austragen, musste ich für verschiedene Zeitpunkte auch noch festlegen, wo sich die beiden gerade befinden, was sie vorhaben und wie weit das Feuer in der Wohnung jeweils voran geschritten ist. Ich schrieb die Szene mehrfach neu, aber sie wirkte jedes Mal wenig überzeugend.

Im Endeffekt wusste ich mir nur zu helfen, indem ich aufhörte zu schreiben (immer eine Überwindung mitten im NaNoWriMo), Stabilos in die Hand nahm und anfing zu skizzieren. Zunächst eine Karte von Silvias Wohnung und schließlich die Bewegungen von Anton und Pajonk.

Anton vs. Pajonk - ein indirektes Duell
Das Ergebnis ähnelt einem Schlachtplan. Kein Kunstwerk, aber anschließend schrieb sich die Szene fast wie von alleine. Und jetzt wirkt sie spannend und lebendig.

Mittlerweile habe ich Skizzen von weiteren wichtigen und wiederkehrenden Orten in meinem Roman angefertigt, jeweils ergänzt um eine kurze Beschreibung, wie dort die Stimmung ist und was sie den Hauptfiguren bedeuten. Damit habe ich so manchen gordischen Knoten lösen können.

Allen Schreiberlingen, die in einer derartigen Situation ebenfalls den Überblick verlieren, kann ich dieses Vorgehen nur nahe legen.