Freitag, 9. November 2012

Der verflixte siebte Tag

Ich bin in diesen, meinen 4. NaNoWriMo besser vorbereitet gegangen als je zuvor.
Die erste Woche verlief wie erhofft. Ich war jeden Tag über dem Soll, statt wie sonst dem Ziel hinterher zu hecheln. Ich habe mich mehrfach mit Gleichgesinnten getroffen und gemeinsam geschrieben. Es war großartig!

Dann kam der siebte Tag.
Ich wurde langsamer.
Ich fing an zu zweifeln.
Ich begann, Zeilen zu überarbeiten und zu löschen. Was genau das ist, was man im NaNo nicht tun sollte. Ich war kurz davor, aufzugeben und zum ersten Mal unter par zu bleiben. Aber wenn ich das erst einmal getan hatte, würde es wir beim nächsten Mal nur leicher fallen, aufzugeben. Nein. So nicht.

Ich biss die Zähne zusammen und schrieb weiter bis ich mein Ziel erreicht hatte. Es war nicht so leicht und locker wie vorher. Und hat auch nicht so viel Spaß gemacht. Auch das Ergebnis wird sicher nicht so stark sein, wie das der anderen Tage.

Und doch war das mein bester Tag.
Warum?
Es ist leicht, Erfolg zu haben, wenn die Dinge gut laufen. Wenn man einen guten Tag hat und die Unterstützung seiner Freunde. Wenn man genau weiß, wo es lang geht.
Aber wer wirklich etwas erreichen will, muss auch an den Tagen weiterkommen, an denen nichts zu laufen scheint. Wenn man schon einen harten und frustrierenden Tag in den Knochen hat. Wenn man ganz allein ist und die Selbstzweifel an einem nagen. Wer das alles überwindet und trotzdem schreibt, ist ein wahrer Gewinner.