Mittwoch, 30. November 2011

Es ist vollbracht!



Geschafft! Es war sehr knapp, wie man meiner NaNoWriMo-Fortschrittsstatistik entnehmen kann. Am Ende musste ich noch den Nachbrenner einlegen. Aber schließlich habe ich es zum zweiten Mal geschafft, in einem Monat ein Buch von 50000 Wörtern zu schreiben! Ich kann es noch kaum glauben. Jetzt muss ich erst einmal 20 Stunden am Stück schlafen.

Sonntag, 27. November 2011

Sarlon - Kapitel 2.2 "Eine gewagte Theorie"

Es geht weiter in meinem NaNoWriMo-Buch Sarlon mit dem Handlungsstrang um die beiden Charaktere Foulani und Windhauch, die sich im Süden des fiktiven Kontinents Saronia zuträgt.
Feedback ist explizit, auch in diesem sehr frühen Stadium, erwünscht. Wer also Fehler oder Inkonsitenzen findet, möge das gerne sagen, das erleichtert mir die spätere Nachkorrektur. Auch mit inhaltlicher Kritik nicht hinter dem Berg halten, wie sonst könnte das Buch besser werden? Also nicht schüchtern sein.

Und jetzt wünsche ich viel Spaß beim Lesen!

Euer  

Aeric


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El Azhad


Als Windhauch seine Erzählung beendet hatte, war die Schale mit Datteln vor Foulani leer. Er bestellte sich keine Neue. Der Hunger war ihm vergangen. Mit seinen stummeligen Zeigefingern rieb er sich die Schläfen. „Nur dass ich dich richtig verstanden habe, alter Mann. Aufgrund verschiedener, teilweise spekulativer Geheimsdienstinformationen aus der Wüste vermutest du, dass Vonar eine gewaltige Armee versammelt, die nicht nur aus unseren traditionellen Feinden aus der Salzwüste besteht. Nein, Vonar hat angeblich auch einen Pakt mit den Sinistrern der Todessümpfe geschlossen, und sich für den Feldzug die Unterstützung von linkshändischen Zauberern gesichert. Und damit nicht genug, Vonar hat auch genug Geld aufgebracht, um eine Schar an Söldnermilizen aus dem Stormörk anzuheuern. Direkt unter unserer Nase, wohlgemerkt.“ Als Windhauch die ungeheuerlich klingenden Vermutungen nicht zurück wies, fuhr Foulani fort. „Dazu sind dir Ergebnisse sehr eigenartiger Experimente zugetragen worden, die sich in der Wüste abgespielt haben sollen. Unter anderem ist die Rede von einem Beet von Wassermelonen mitten in der Salzwüste. Wassermelonen, beim Sarlon!“
„Wassermelonen,“ bestätigte Windhauch einsilbig.
„Und daraus folgerst du, dass Vonar eine Invasion des Nordens plant und zwar über den Landweg.“
„Ich weiß, dass das etwas weit hergeholt klingt“, gab der Inuit zu.
„Nein, überhaupt nicht. Der Zusammenhang leuchtet mir ein.“
Windhauch versuchte die Ironie seines Partners zu ignorieren. Er griff zu Foulanis Tee und trank einen schnellen Schluck. Nur um ihn umgehend wieder auszuspucken. Schlimm genug, dass das Gebräu wie Bauchnabel schmeckte. Es war auch noch unsäglich heiß. „Wie kannst Du das nur trinken? Das ist ja kochend heiß!“
„Ja?“, fragte der Berggnom und nahm selber genüsslich einen Schluck. „Ach weißt du, Hitze macht mir nichts aus.“
Windhauch kam wieder auf das eigentliche Thema zurück. „Ich sage dir, Vonar führt etwas Exotisches im Schilde. Überlege doch mal. Wir rechnen damit, dass jede Gefahr aus dem Süden über das Meer kommen muss. Entweder über die Vestursee, wie beim Raub des Sarlons—“
„Was so nie wieder passieren wird“, unterbrach Foulani ihn grimmig. Die Republik der Berggnome war sehr verärgert darüber gewesen, dass man quasi über die Köpfe seiner Bürger hinweg in Nord-Saronia eingefallen war. In den vergangenen Monaten hatten sie die Verteidigung um die westliche Bergkette verstärkt und Wachposten um die Vulkane Reyka und Elda installiert, die das Meer rund um die Uhr kontrollierten. Die obersten Technomanten der Gnome hatten neue, fürchterliche Waffen zur Verteidigung der Berge entwickelt. Dort kam niemand mehr durch, der nicht durchkommen sollte.
„Ich habe einen Eurer neuen Donnerstäbe im Einsatz gesehen“, sagte Windhauch. „Ich glaube dir. Die andere Möglichkeit ist über die Austursee im Osten. Die Vikingar haben ihre Flotte von Drachenbooten seit dem Zwischenfall verstärkt. Die Kristallfregatten der alronische Marine im Norden patrouillieren ununterbrochen den Spalt und das umliegende Packeis. Und was die Seekreaturen, mit denen wir von Sundland verbündet sind, anrichten können, muss ich dir wohl nicht erzählen.“
„Nein musst du nicht.“ Foulani wusste, dass selbst die sehr robusten Boote der gnomschen Handelsgilde um die Insel Sundland herum gelegentlich unter mysteriösen Umstände verschwanden, wenn sie von den Handelsrouten abkamen.
„Wir schützen die Ost- und Westküste unseres Kontinents so stark, weil wir mit der Bergkette Durkasus im Süden eine Barriere haben“, schloss Windhauch den Gedanken ab.
„Eine unüberwindbare Barriere, wohlgemerkt“, ergänzte Foulani. „Es gibt keinen Pass, keine Straße, noch nicht einmal einen Trampelpfad über das Gebirge. Selbst die Ranger, die sich dort aufhalten, brauchen Wochen von der Nord- auf die Südseite.“
„Greife den Feind dort an, wo er sich am sichersten fühlt und du wirst ihn überraschen“, sagte Windhauch in akzentfreiem Gnomisch.
Foulani war von den Gnomisch-Kenntnissen seines Inuit-Partners überrascht.
„Wo hast du das denn aufgeschnappt?“
„Von Uinsean Karduith. Dem größten gnomschen General aller Zeiten und dem letzten, der den Nordkontinent gegen den Süden verteidigen musste.“ Mit den Worten stand der große Inuit auf und warf ein paar Kupferdirham auf den Tisch. „Selbst wenn du mir nicht glaubst, dass der Süden über den Landweg angreift, die Truppenbewegungen können sie nicht vollkommen verbergen. Ein Teil davon muss durch El Azhad gehen. Du hast bestimmt einige Kontakte in der Stadt, die dir noch einen Gefallen schulden. Es wird Zeit, sie einzulösen.“
Der Berggnom nickte. Das hatte er bereits beschlossen. „Fragt sich nur, wie viele.“
„Alle, würde ich sagen,“ sagte der Inuit und ging.

Mittwoch, 23. November 2011

Sarlon - Kapitel 2.1 "Eine gewagte Theorie" (und ein kurzes Vorwort)

Vorwort

In meinem Roman folgt man den Hauptfiguren erst einzeln bis ihre einzelnen Leben zusammen geführt werden. Der Antagonist Vonar agiert hier als Katalysator, dessen Aktionen jeden Charakter unterschiedlich beeinflussen und ihre Schicksale schließlich in eine gemeinsame Bahn lenken. Die frühen Kapitel springen daher zwischen zwischen den verschiedenen Figuren hin und her, ein wenig wie in den Fantasy Büchern Game of Thrones.

In diesem Blog veröffentliche ich nun ein Draft einer dieser Handlungstränge. Er dreht sich um die beiden Charaktere Foulani und Windhauch, die sich im Süden des fiktiven Kontinents Saronia zuträgt. Ich gebe zu bedenken, dass es ein typisches NaNoWriMo-Manuskript ist. Also unter Zeitdruck herunter getippt und nur einmal ganz grob auf Fehler gescannt. Für Rechtschreib- und Grammatikfehler, mangelnde Beschreibungen und Inkonsistenzen in der Handlung entschuldige ich mich an dieser Stelle also schon einmal.
Feedback ist explizit, auch in diesem sehr frühen Stadium, erwünscht. Wer also eine der oben genannten Fehler findet, möge das gerne sagen, das erleichtert mir die spätere Nachkorrektur. Auch mit inhaltlicher Kritik nicht hinter dem Berg halten, wie sonst könnte das Buch besser werden? Also nicht schüchtern sein.

Und jetzt wünsche ich viel Spaß beim Lesen!

Euer  

Aeric

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El Azhad


„Weißt du eigentlich, was heute für ein Tag ist, Foulani?“, fragte Windhauch seinen Tischgenossen und zog die buschigen Augenbrauen hoch.
Der angesprochene Berggnom zuckte nur mit den schmalen Schultern und nahm einen Schluck von seinem übersüßten Tee. Gedankenverloren ließ er seinen Blick über den Hafen von El Azhad schweifen. Wie üblich herrschte ein geschäftiges Treiben bunt gemischter Leute. Nomaden schrieen Anweisungen an gehetzte Sklaven. Schwer bewaffnete Sandelfen bewachten mit unamüsiertem Gesichtsausdruck Frachtfässer und Käfige mit exotischen Tieren. Einmal meinte Foulani sogar, kurz den blauen Kopf eines Mermanns im Wasser gesehen zu haben. Über der ganzen Szene lag ein Hauch von Gewürzen, dem wichtigsten Handelsgut der Stadt. Von seinem Tisch auf der kleinen Wiese des Gasthauses „Zum gefallenen König“ hatte Foulani einen weit reichenden Blick über große Teile der Hafenstadt. Für die Aussicht nahm er auch die Unverschämtheit hin, die hier als Tee verkauft wurde. Als Meisterspion musste man schließlich Prioritäten setzen. Er nahm einen weiteren Schluck und verzog das Gesicht. Was tat man nicht alles für sein Volk.
„Heute sind es genau zwölf Monde her, dass uns das Sarlon geraubt wurde“, unterbrach Windhauch die Gedanken seines Partners.

Foulani sah sich nervös um und entblößte kurz seinen ledernen Nacken. Im Gegensatz zu anderen Berggnomen war seine Haut nicht blass, sondern von der starken südlichen Sonne braun gebrannt wie altes Leder. Ansonsten war er auf den ersten Blick nicht sehr auffällig. Wie alle erwachsenen Berggnome war er kaum größer als ein menschliches Kind von zehn Wintern. Man musste genauer hinsehen um die Wachsamkeit in seinen Augen wahrzunehmen. Seine Stimme allerdings viel tiefer als man für jemanden seiner Statur vermuten würde. Foulanis Stimme war auch das, was Frauen jeder Statur an ihm unwiderstehlich fanden. Und er setzte sie oft und gerne ein. Sein Gegenüber hingegen war kein Mann der vielen Worte. Windhauch war ein schlacksiger und sehr großer Inuit, dessen Alter sehr schwer zu bestimmen war. Sein Gesicht lag in Falten, aber er sah wie jemand aus, dessen Gesicht schon sehr früh in Falten gelegen hatte. Der Wildmensch und der Gnom bildeten ein seltsames Paar. Aber in der Handelsstadt El Azhad gab es viele merkwürdige Paare. Die weltgewandten Bewohner kümmerten sich nicht sonderlich darum, solange der Handel florierte und der Dirham floss. Aber patriotische Anwandlungen von Nordländern wurden nicht gern gesehen. Foulani murmelte kaum hörbar in seinem dunkeln Timbre:
„Ja, ich weiß. Wir alle wissen das. Deswegen sind wir ja auch hier, nicht wahr?“
Worauf er damit anspielte, dass die Gnome des Nordens ein Spionage-Netzwerk im Süden betrieben, genau wie die Goden der Stadt Rao. Jeder Gnom-Händler war gleichzeitig auch ein potenzieller Spion. Die Goden hingegen engagierten Mitglieder vieler Rassen, die sie von ihren Stützpunkten im Süden aus steuerten, den Kirchen. Windhauch war einer dieser Agenten, die kein Vikingur waren, sondern Inuit. Er war bereits so lange für die Goden tätig, dass er schon nicht mehr wusste, wann und warum er dem Netzwerk beigetreten war. Manchmal dachte er an seine Heimat, die Felsinsel Sundland. An seine karge aber schöne Natur. An die energischen Kurven seiner Frauen. Aber das waren meist nur noch verschwommene Bilder. Mehr als einmal hatte Windhauch mit dem Gedanken gespielt, mit den Spionagespielchen aufzuhören und wieder nach hause zurück zu kehren. Aber Leifur, Patriarch von Rao und Herr aller Goden hatte ihn immer wieder von der Wichtigkeit seiner Mission überzeugen können. Verflucht sei der alte Vikingur, dachte sich Windhauch. Der Alte hatte wieder einmal Recht behalten. Wie der Raub des Sarlons zeigte, war Nachrichtenmaterial aus dem Süden unabkömmlich. Windhauch und Foulani waren beide vor einem Jahr im Süden im Einsatz gewesen. Aber auch an ihnen und ihren Netzwerken war die Planung des Angriffs auf das Laeradalur vollkommen vorüber gegangen. Die beiden Meisterspione waren darüber nicht nur bestürzt, sondern auch in ihrer Ehre verletzt gewesen. Seitdem hatten sie Tag und Nacht gearbeitet, um den neuen Aufenthaltsort des Sarlons herauszufinden. Der Inuit konnte sich gar nicht mehr daran erinnern, wann er zum letzten Mal eine ganze Nacht durchgeschlafen hatte.
„Daran musst du mich nicht erinnern. Keine Sorge“, erwiderte Windhauch grimmig. „Denkst du manchmal an Sasuchan?“
„Jeden Tag, den ich einen Atemzug mache. Es erinnert mich an die, die es nicht mehr tun.“ Er sah seinen Partner vorwurfsvoll an, denn er hasste es, daran erinnert werden. Aber es war unmöglich zu vergessen.

Einmal waren sie wirklich nahe dran gewesen, das Sarlon zu entdecken. Zumindest dachten sie das. Windhauch und er waren einer zuverlässigen Quelle bis zu einem verlassenen Tempel in Sasuchan gefolgt, mitten in der unbarmherzigen Salzwüste Hatars. Als sie dort angekommen waren, hatten sie ihren Informanten vorgefunden, zu Tode gefoltert. Es war ein Hinterhalt gewesen, vom Sandelfen Taba Zin höchstpersönlich gestellt, der rechten Hand von Vonar dem Verräter.
„Zin, diese Ratte, hatte Basheth an den Beinen aufgehängt und ausgeweidet wie ein Wüstenhase. Ich sage dir, bei der Geburt dieses Elfen ist etwas ganz gewaltig falsch gepolt worden.“
Bei diesen Worten spuckte Foulani auf den Boden als wäre sein Mund nur von der bloßen Aussprache von Taba Zins Namen schmutzig. Mit einem Schaudern dachte Windhauch daran, mit welchem Blutrausch in den Augen der Wüstenelf gekämpft und getötet hatte. Zin war zumindest teilweise verrückt, dessen war er sich sicher. Die beiden waren entkommen, weil der Druide Windhauch sich im entscheidenden Moment in einen Bergaffen verwandelt hatte und mit seinem Partner im Griff über ein Loch in der Decke heraus geklettert war. Der Rest ihres Teams hatte nicht so viel Glück gehabt. Foulani sah ihn aus dem Augenwinkel an. Er hatte Windhauch mit seinen Gedanken allein gelassen, aber jetzt unterbrach er sie.

„Na komm schon, alter Freund. Du hast mich doch sicher nicht hierher zitiert, um mit mir über alte Zeiten zu sinnieren. Tatsächlich habe ich sogar Arbeit zu erledigen. Also was gibt es?“
„Und mit Arbeit meinst du nicht zufällig Najwa, oder?“ Ein amüsierter Blick blitzte in den Augenschrägen des Eskimos auf.
Woher der Inuit-Spion von seiner neuester Geliebten wusste, fragte Foulani schon gar nicht mehr. Windhauch war erst am Vortag mit einer Karawane von einer langen Mission aus der Salzwüste zurück gekehrt. Der alte Eskimo hatte eben seine Quellen. Und fügte jetzt noch hinzu:
„Ein Rat. Deine Wüstenblume ist vielleicht nicht so unschuldig wie du denkst.“
„Beim Sarlon!“, fluchte Foulani. „Ich bin doch nicht aus dem letzten Jahrhundert. Natürlich habe ich ihren Hintergrund überprüft. Das Mädchen ist nicht mehr ein Spion des Südens als du oder ich.“ Selbst in seinen eigenen Ohren klangen Foulanis Worte defensiv.
Windhauch schwieg. Kein gutes Zeichen.
„Was hast du denn gegen sie?“
Der Inuit runzelte nur die Stirn.
Foulani stand auf. Es reichte ihm.
„Wenn du sonst nichts zu sagen hast, dann mache ich mich besser auf den Weg.“
„Warte, Foulani. Darüber wollte ich eigentlich nicht mit dir sprechen.“
„Worüber dann? Das Wetter haben wir bereits durchexerziert.“
Windhauch zögerte, aber dafür hatte der Berggnom keine Zeit.
„Versuchst du absichtlich unergründlich zu sein? Spucks schon aus!“
„Na schön. Ich glaube, der Süden steht kurz vor einer Invasion des Nordens.“
Foulani plumpste wieder in seinen Stuhl zurück.
„Das kannst du nicht ernst meinen. Ich lasse sämtliche Häfen überwachen, meine Kontakte in Kabel und Elding hätten sofort gemeldet, wenn sie eine ungewöhnliche Ansammlung von Schiffen bemerken würden. Dafür werden sie von mir schließlich überbezahlt.“
„Nur glaube ich, sie wollen über den Landweg angreifen.“
„Oh ja, natürlich werden sie das.“
Windhauch war erstaunt.
„Du glaubst mir also?“
„Warum nicht? Das ist auch viel praktischer. Man sagt, die Sandelfen werden schnell seekrank.“
Windhauchs Gesichtsausdruck verdüsterte sich.
„Außerdem sind Untote auch ganz schlechte Schwimmer“, fuhr Foulani mit bissiger Ironie fort. „Renamierte Knochen bieten nicht viel Auftrieb.“
Der Inuit verlor die Geduld, stand auf, griff den Berggnom am Kragen und hob ihn aus dem Sitz.
„Beim zornigen Nordlicht! Hörst du mir jetzt einmal zu?“
Foulani gab nach. Dem Inuit schien es wirklich ernst zu sein.
„Na schön, erzähl mir von deiner Landrattentheorie. Ach ja, und hab bitte etwas Acht, wenn du mich wieder in meinen Stuhl herab lässt. Ich hätte ungerne deine Innereien auf meinem Teller. Ich habe noch nicht fertig gegessen und das Mahl ist bereits bezahlt.“
Windhauch blickte herunter und sah, dass zwei Klingen aus Foulanis Stiefelspitzen ragten, die vorher nicht dagewesen waren. Sie waren genau unterhalb seiner Rippen angelegt. Sehr vorsichtig setzte er Foulani wieder ab. Als dieser eine Dattel nahm und sich genüsslich in den Mund steckte, waren die tödlichen Waffen wieder in den Sohlen seiner Stiefel verschwunden.
„Also gut,“ sagte Foulani zwischen zwei Bissen. „Jetzt erzähl mir mal, was unser guter Vonar im Schilde führt.“
Und das tat Windhauch.

Sonntag, 20. November 2011

NaNoWriMo 2011 - Sarlon

Zu NaNoWriMo dieses Jahr schreibe ich an einem High Fantasy Roman namens Sarlon. Dazu habe ich mich entschieden, weil ich im November beschäftigt sein werde und ich hoffte, dass Fantasy relativ einfach herunter zu schreiben wäre. Wie sich heraus stellte, war es dann doch nicht ganz so einfach.

Am Anfang hatte ich eine Zusammenfassung und eine zusammen gekritzelte Karte. Hier ist beides. Viel Spaß damit!



An der Grenze zwischen Feuer und Eis lodert ein Krieg

Ein Jahr ist vergangen, seit Vonar seine Heimat im eisigen Norden verriet. Ein Jahre seit die heiligen Ausbildungsstätten der freien Völker bei einem feigen Angriff vollständig vernichtet wurden. Ein Jahr, seit Vonar das legendäre Sarlon raubte und in den Süden floh, um seine finsteren Pläne umzusetzen.
Seit dieser Zeit ist im Norden kein Magier mehr ausgebildet worden, hat kein Alchemist mehr eine neue Erfindung erschaffen. Jede Expedition, die in den Süden geschickt wurde, verschwand spurlos. Lange diskutierten die sonst furchtlosen Vikingar der Küste, die rationalen Eiselfen der Hochebene und die Urvölker der Insel Sundland ergebnislos, was zu unternehmen sei. Nur die Berggnome, die in den höchsten Gipfeln der umringenden Vulkanketten hausen, verhielten sich ruhig. Es war die lange Ruhe vor dem perfekten Sturm.

Nun hat das Warten ein Ende. Vonar ist zurück gekehrt. Hinter sich hat er eine gewaltige Armee der südlichen Völker geschart, denen allein ihr Hass auf die freien Völker des Nordens gemeinsam ist. Unter ihnen sind Nomaden der Salzwüste, wo die Sonne die Geister der Männer mürbe macht und ihre Köpfe mit fanatischen Gedanken füllt. Aus den ewigen Sümpfen kriechen die Sinistrer, eine Sekte von Zauberern linkshändischer Magie, deren Toten neben den Lebenden wandeln.

Eigentlich stellen die Abhänge des Gebirges Durkasus eine unüberwindbare Hürde für diese Armee dar. Doch Vonars dunkle Magie bringt den Vulkan Ragnafell zu einem Ausbruch, der ihn vollständig pulverisiert. Die Lava ist noch nicht abgekühlt, als die Truppen des Südens durch diese Lücke nach Norden vorstoßen, um ihre Feinde zu vernichten. Die Armeen des Nordens sammeln sich im Hammardalur, um sich den Invasoren entgegenzustellen.

Mitten in den Wirren dieses Kriegs zieht eine kleine Gruppe um die letzten beiden Überlebenden des silbernen Turmes und der alchemischen Akademie in den Süden. Ihr Ziel: das Sarlon zurückzuholen. Denn nur mit seiner Macht kann Vonar aufgehalten werden.

Donnerstag, 17. November 2011

Was die Zukunft bringen wird


"Ich wollte schon immer mal ein Buch schreiben. Denn ich habe eine echt tolle Idee. Aber ich komme einfach nicht dazu."

Hast Du das auch schon einmal gedacht oder jemandem gesagt?
Verschlingst Du Bücher wie andere Menschen Schokolade?
Liebst Du es, Briefe, E-Mails oder Blogs zu schreiben?
Dann bist Du wahrscheinlich ein Schreiberling. Du trägst eine Geschichte mit Dir herum, die Du zu Papier bringen musst damit Deine Seele Frieden findet. Möge Gott Dir helfen.
Bis Gott auftaucht, wendest Du Dich am besten an eine Selbsthilfegruppe aus anderen Schreiberlingen. Eine der größten und bekanntesten Schreiberling-Selbsthilfegruppen lautet NaNoWriMo.

In diesem Projekt organisieren sich Menschen auf der ganzen Welt jeden November mit einem einzigen Ziel: Einen Roman von 50 000 Wörtern zu schreiben.  Letztes Jahr war auch ich ein Teil dieses Wahnsinns. Ich aß weniger, schlief noch weniger, ging nicht mehr ans Telefon. Aber am Ende hatte ich ein 50 080 Wörter starkes Draft meines ersten Romans Remember September.
Auch dieses Jahr bin ich wieder dabei. Mein NaNo-Roman 2011 heißt Sarlon und ist dem High Fantasy zuzuordnen.

In diesem Blog werde ich Euch Auszüge aus meinen Werken zeigen, meine Meinung und Gedanken zum Schreiben im allgemeinen und NaNoWriMo im Speziellen erzählen. Willkommen auf der Winter-Seite!

Dienstag, 15. November 2011

Es beginnt

Ein Ort, an dem man die Worte des Winters betrachten, auf sich wirken und kommentieren kann. Dieser Ort ist hier. Setz Dich, nimm Dir einen Keks und mach es Dir gemütlich. Ich hoffe, Dir gefällt, was Du hier liest.